Die Leitliniengruppe zur Prävention des Zervixkarzinoms bewertet den Einsatz von HPV-Selbsttests bei Frauen zwischen 20 und 34 Jahren kritisch.
In dieser Altersgruppe sind Infektionen mit Hochrisiko-HPV zwar häufig, verschwinden aber meist von selbst wieder, ohne Vorstufen von Krebs auszulösen. Ein breiter Einsatz von Selbsttests kann deshalb viele falsch-positive Ergebnisse erzeugen – mit unnötigen Folgeuntersuchungen und psychischen Belastungen.
Die Expert:innen warnen zudem, dass Tests außerhalb ärztlich begleiteter Vorsorgeprogramme zu Verunsicherung führen können. Sie empfehlen für Frauen unter 30 weiterhin die etablierten Vorsorgeuntersuchungen mit Pap-Abstrich und ärztlicher Beratung.
Für Frauen ab 30 bzw. 35 Jahren, die bisher nicht am Screening teilnehmen, können HPV-Selbsttests perspektivisch ein ergänzendes Angebot darstellen.
Im Folgenden finden Sie die komplette Stellungnahme: