ZERVITA bei der 9. Nationalen Impfkonferenz 2026 in Köln vertreten

Am 28. und 29. April 2026 fand die 9. Nationale Impfkonferenz unter dem Leitthema „Booster für die Impfkampagne: Die Rolle der Kommunikation“
in der Flora Köln – Palais im Park statt.

Als bundesweite, unabhängige Aufklärungsstelle zu HPV und HPV-bedingten Krebsarten war ZERVITA mit zwei wissenschaftlichen Postern vertreten. Besonders erfreulich: Das Poster „Kommunikations-Booster für die HPV-Impfaufklärung: Offenes Medienpaket aus Flyern in einfacher Sprache, interaktivem HPV-Lernspiel und Promo-Video für die Krebsprävention“ wurde für den Preis der Stiftung Kinder.Gesundheit.Mainz der Universitätsmedizin Mainz nominiert.

Das vorgestellte Projekt „Impfen gegen Krebs“, gefördert durch den Bosch Health Campus, setzt auf verständliche und frei zugängliche Gesundheitskommunikation. Entwickelt wurden Flyer in einfacher Sprache, ein interaktives HPV-Lernspiel sowie ein begleitendes Promo-Video. Alle Materialien stehen kostenfrei als Open Educational Resources (OER) zur Verfügung. Die bisherigen Bestellzahlen zeigen eine hohe Nachfrage – insbesondere nach den Materialien für Eltern sowie für Mädchen und Jungen. Allein im Jahr 2025 wurden bereits fast 8.000 Informationsmaterialien versandt.

Weitere Informationen und Materialien:
https://zervita.de/info-center/infomaterialien/

Einblick in Forschung und Berufspraxis: Schülerinnen besuchen die Virologie des Universitätsklinikums Tübingen

Im Anschluss an den Schulwettbewerb „Wir stärken Mädchen gegen HPV“, dessen Preisverleihung im Dezember 2025 im Kino Museum in Tübingen stattfand, ermöglichte ZERVITA dem fünfköpfigen Gewinnerinnen-Team der Gemeinschaftsschule Schwaikheim einen besonderen Einblick in die Praxis: einen Besuch der Medizinischen Virologie und des Labors des Universitätsklinikums Tübingen.

Vor Ort erhielten die Schülerinnen spannende Einblicke in die HPV-Forschung und Diagnostik und konnten hautnah miterleben, wie im Labor gearbeitet wird. Die Expert:innen der Virologie erklärten anschaulich ihre Methoden, beantworteten Fragen und vermittelten eindrucksvoll, welche zentrale Rolle Forschung und Diagnostik in der Prävention HPV-bedingter Erkrankungen spielen.

Neben den fachlichen Einblicken bot der Besuch auch eine wertvolle Gelegenheit zur beruflichen Orientierung: Die Schülerinnen konnten einen ersten Eindruck vom Arbeitsalltag in einem diagnostischen Labor gewinnen und verschiedene Tätigkeitsfelder kennenlernen.

ZERVITA begleitete den Besuch und hat die Eindrücke in Form von Fotos und einem kurzen Video festgehalten, die einen lebendigen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Unser besonderer Dank gilt dem Team der Virologie des Universitätsklinikums Tübingen – insbesondere Herrn Prof. Thomas Iftner, PD Dr. Tina Ganzenmüller und Dr. Markus Schneider – für die Möglichkeit dieses inspirierenden Einblicks. Ebenso danken wir den Schülerinnen für ihr großes Engagement und hoffen, dass sie viele spannende und prägende Eindrücke mitnehmen konnten

Welt-HPV-Tag: HPV betrifft viele Menschen: Prävention stärken und Betroffene besser unterstützen

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet: Rund 85 % aller sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit einem HPV-Typ. Während viele Infektionen folgenlos ausheilen, können bestimmte Hochrisiko-Typen Krebs verursachen – insbesondere Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebsarten im Mund-Rachen-Bereich, am Anus sowie an Vulva, Vagina und Penis.

Zum Welt-HPV-Tag macht das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) gemeinsam mit der bundesweit tätigen Aufklärungsstelle ZERVITA auf die Bedeutung von Prävention aufmerksam. Expertinnen und Experten aus Virologie, Gynäkologie, Dermatologie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zeigen, wie interdisziplinär das Thema am Standort verankert ist – von der Grundlagenforschung über die klinische Versorgung bis hin zur bundesweiten Aufklärungs- und politischen Arbeit.


Impfen schützt – früh erkennen rettet Leben

„Wir wissen heute sehr genau, dass bestimmte HPV-Typen Krebs verursachen können. Gleichzeitig haben wir mit der Impfung eine sehr wirksame Möglichkeit, diesen Krebsarten vorzubeugen“, erklärt der Virologe Prof. Thomas Iftner, der seit über 40 Jahren zu HPV forscht.

Wenn ausreichend viele Menschen geimpft sind, können HPV-bedingte Krebsfälle langfristig stark reduziert – perspektivisch sogar eliminiert – werden.

Prof. Melanie Henes, gynäkologische Leiterin der Dysplasie-Einheit am UKT, ergänzt: „Wir sehen hier regelmäßig Patientinnen mit bereits fortgeschrittenen Zellveränderungen oder Gebärmutterhalskrebs. Viele dieser Fälle wären durch Impfung und konsequente Früherkennung höchstwahrscheinlich vermeidbar gewesen.“

Wichtig bleibt: Die HPV-Impfung bietet einen sehr wirksamen Schutz, ersetzt jedoch nicht die Früherkennung. Auch geimpfte Frauen sollten weiterhin regelmäßig an den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs teilnehmen.


Oropharynxkrebs auf dem Vormarsch: Präventionslücke bei Männern

HPV betrifft nicht nur Frauen. Zunehmend rücken HPV-assoziierte Tumoren im Mund- und Rachenraum (Oropharynx) in den Fokus.

„Wir operieren immer häufiger HPV-bedingte Tumoren im Mund- und Rachenbereich – insbesondere bei Männern“, erklärt Dr. Paul-Stefan Mauz, HNO-Arzt und Leiter der onkologischen Studienzentrale. „Viele Betroffene haben keine klassischen Risikofaktoren wie starken Tabak- oder Alkoholkonsum.“

Auch epidemiologische Daten bestätigen diese Entwicklung. In den USA übersteigt die Zahl der HPV-bedingten Oropharynxkarzinome bereits die Zahl der Gebärmutterhalskrebsfälle. Ein ähnlicher Trend zeigt sich auch in England.

„Die HPV-Impfung ist daher keine reine Frauenthematik, sondern für alle Geschlechter wichtig“, betont Prof. Iftner. „Nur durch hohe Impfquoten in beiden Geschlechtern können wir die Viruszirkulation nachhaltig senken und langfristig alle HPV-bedingten Krebsarten zurückdrängen.“


HPV in der Hautklinik: Zwischen häufiger STI und steigender Krebsinzidenz

Auch in der dermatologischen Sprechstunde für sexuell übertragbare Infektionen spielen HPV-bedingte Erkrankungen eine wichtige Rolle.

Hier werden unter anderem HPV-bedingte Feigwarzen (Condylomata acuminata) sowie Vorstufen von Analkrebs diagnostiziert und behandelt. Feigwarzen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen und erfordern häufig eine individuell angepasste Therapie.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg von Analkrebs, insbesondere in Hochrisikogruppen wie:

  • Menschen mit HIV-Infektion
  • Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)
  • Frauen mit vorherigen HPV-assoziierten Krebserkrankungen

Neue Leitlinien empfehlen deshalb ein systematisches Screening auf anale Dysplasien und Analkarzinom bei Menschen mit HIV.

„Die frühzeitige Erkennung und Behandlung hochgradiger analer Läsionen kann das Risiko für die Entwicklung eines Analkarzinoms deutlich reduzieren“, erklärt der Dermatologe Dr. Manuel Knoll.


Psychische Belastung ernst nehmen – Versorgung ganzheitlich denken

Neben medizinischen Aspekten rückt zunehmend auch die psychosoziale Belastung durch HPV-assoziierte Erkrankungen in den Fokus.

Studien zeigen, dass Betroffene – etwa Menschen mit Feigwarzen oder auffälligen Screeningbefunden – häufig eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität erleben. Besonders häufig berichten Betroffene über:

  • Ängste vor Krebs
  • depressive Symptome
  • Stigmatisierung
  • Belastungen in Partnerschaft und Sexualität

Gleichzeitig fehlen bislang strukturierte Unterstützungs- oder Peer-Support-Angebote speziell für HPV-Betroffene.

Studien zeigen jedoch, dass Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen helfen kann, soziale Isolation zu reduzieren, Informationen zugänglich zu machen und emotionale Entlastung zu schaffen.


ZERVITA erweitert Unterstützungsangebote – Betroffene zur Mitwirkung gesucht

Die am Universitätsklinikum Tübingen angesiedelte, bundesweit tätige Aufklärungsstelle ZERVITA bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen zur HPV-Prävention.

„Wir stellen kostenfreie Informationsmaterialien für Praxen, Schulen und Gesundheitsämter bereit, organisieren Vorträge und Veranstaltungen zur HPV-Prävention und setzen uns politisch dafür ein, die Impfquoten zu steigern“, erklärt Dr. Michèle Menkor, Geschäftsführerin von ZERVITA.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen HPV-bedingte Krebsfälle in Deutschland verhindern.“

Der Verein arbeitet aktuell auch daran, die Perspektive von Betroffenen stärker einzubeziehen. Geplant sind unter anderem:

  • Informationsmaterialien wie der Flyer „HPV positiv – was jetzt?“
  • Vernetzungsangebote für Betroffene
  • Austausch- und Unterstützungsstrukturen

Dafür sucht ZERVITA Betroffene, Interessierte und Unterstützende, die sich beim Aufbau neuer Angebote engagieren möchten.


Unser Appell zum Welt-HPV-Tag

  • Lassen Sie Kinder und Jugendliche rechtzeitig gegen HPV impfen.
  • Auch Erwachsene können – je nach individueller Situation – von einer Impfung profitieren.
  • Nehmen Sie empfohlene Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig wahr.

HPV-bedingte Krebsarten sind vermeidbar.

Online-Vortrag zu HPV: Wissenschaftlich fundierte Informationen zur Krebsprävention

Am kommenden Donnerstag, den 26. Februar von 16 – 18 Uhr wird unser 1. Vorsitzender, HPV-Forscher und ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der HPV-assoziierten Krebserkrankungen, Prof. Thomas Iftner, im Rahmen einer Online-Veranstaltung des Krebsinformationsdienst einen Vortrag zu Humanen Papillomviren (HPV) halten.

Unter dem Titel „Humane Papillomviren (HPV) verstehen: Von der Infektion zur wirksamen Prävention“
gibt der Vortrag einen fundierten Überblick über die medizinischen Hintergründe von HPV-Infektionen, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie wirksame Strategien zur Prävention HPV-bedingter Krebserkrankungen.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie werden Humane Papillomviren übertragen?
  • Welche Krebserkrankungen können durch HPV entstehen?
  • Welche Rolle spielt die HPV-Impfung und Gebärmutterhalskrebsscreening in der Prävention?

Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten, die sich auf wissenschaftlich fundierter Basis informieren möchten. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und den gemeinsamen Austausch zur Stärkung der HPV-Prävention.

👉 Die Teilnahme erfolgt online. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Weitere Informationen und den Anmeldelink finden Sie über den QR-Code.

Erfolgreiche Premiere unseres HPV-Aufklärungsformats im BGM

Wir freuen uns sehr über die gelungene Premiere unseres neuen HPV-Aufklärungsformats im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Unter dem Titel „Schutz vor HPV-bedingten Krebsarten: Wissen, das Leben retten kann“ fand die Veranstaltung als hybrides Format mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 20. Januar 2026 im Regierungspräsidium Tübingen statt.

Als fachliche Referenz ordnete Prof. Iftner das Thema Humane Papillomviren und HPV-bedingte Krebsarten wissenschaftlich fundiert ein. Begleitet wurde der Vortrag von Michèle Menkor, die zudem ZERVITA – die bundesweite Aufklärungsstelle zu HPV – vorstellte und die Angebote von ZERVITA, wie die Website und verschiedene Informationsflyer präsentierte.

Das Programm bestand aus einem 45-minütigen Vortrag mit einer interaktiven Live-Umfrage sowie 15 Minuten Austausch und Diskussion. Die Evaluation zeigt: Das Format kam sehr gut an und wurde als informativ und verständlich bewertet mit hoher Weiterempfehlungsrate.

Wir würden uns sehr freuen, wenn dieses wichtige Präventionsthema künftig noch häufiger im BGM platziert wird – denn Wissen kann schützen und Leben retten. Kommen Sie bei Interesse gerne auf uns zu.

„Wir stärken Mädchen gegen HPV“: Abschlussveranstaltung des Schulwettbewerbs und Pilotprojekts in der Region Neckar-Alb/Böblingen

Im Kino Museum Tübingen fand gestern die Abschlussveranstaltung des Schulwettbewerbs und Pilotprojekts „Wir stärken Mädchen gegen HPV“ in der Region Neckar-Alb/Böblingen statt. Die Schülerinnen hatten dabei die besondere Gelegenheit, ihre in Kleingruppen produzierten Videos erstmals auf großer Kinoleinwand zu sehen – ein bewegender Moment, der ihre intensive Arbeit der vergangenen Wochen sichtbar machte.

🏆 Unsere Gewinnerinnen:
1. Platz: Immuninjas4 der Ludwig-Uhland-Gesamtschule Schwaikheim – großartige Umsetzung & starke Botschaft!
🥈 2. Platz: auf dem Beitragsbild sichtbar & 🥦 Publikumspreis: Die 5 Brokkolis vom Max-Planck-Gymnasium Böblingen – kreative Story & fantastische Kostüme!
🥉 3. Platz: Klasse 7a der Wilhelm-Hauff-Schule Albstadt – toller Einsatz und starke Ideen!

ZERVITA begleitete das Projekt inhaltlich und zeigt sich beeindruckt von der Vielfalt und dem kreativen Ideenreichtum der eingereichten Beiträge. Wie stark sich die Schülerinnen engagiert haben, brachte Prof. Thomas Iftner, HPV-Experte und 1. Vorsitzender des ZERVITA e. V., in seiner Begrüßungsrede auf den Punkt: „Ihr habt nicht nur nachgedacht, sondern vorgedacht! Wissenschaftliche Inhalte übersetzt. Wissen in Bewegung gebracht.“

Ein besonderer Dank gilt den Projektpartnern:
– der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die das Projektmanagement übernommen hat,
– und der Kampagne „Entschieden gegen Krebs“, die das Pilotprojekt erst ermöglicht hat.

Die vielen kreativen und mutigen Beiträge zeigen eindrucksvoll, wie wertvoll partizipative Ansätze in der Gesundheitsprävention sind – insbesondere dann, wenn junge Menschen aktiv beteiligt werden. Wir hoffen sehr, dass das Pilotprojekt im kommenden Jahr größer ausgerollt und weiteren Regionen zugänglich gemacht werden kann. Denn das Engagement der Schülerinnen hat deutlich gezeigt: Mit Kreativität, Mut und Wissen lässt sich viel bewegen.Wissen und Selbstwirksamkeit lässt sich viel bewegen.

HPV-bedingte Krebsarten: Expert:innen & Betroffene fordern nationale Eliminierungsstrategie

Humane Papillomviren (HPV) verursachen Krebserkrankungen, die heute zu den wenigen Krebsarten gehören, die wir wirksam verhindern können. Dennoch erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 10.000 Menschen an den Folgen einer HPV-Infektion, etwa 3.000 sterben daran. Neben großem menschlichen Leid entstehen dem Gesundheitssystem vermeidbare Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro jährlich. Allein im Jahr 2022 gingen durch HPV-bedingte Krebserkrankungen über 47.000 Lebensjahre und nahezu 14.000 Erwerbsjahre verloren. Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf rund 311 Millionen Euro pro Jahr – damit trägt Deutschland die mit Abstand höchste Belastung im europäischen Vergleich. Besonders betroffen sind Frauen durch Gebärmutterhalskrebs, aber auch Männer durch HPV-bedingte Tumoren im Kopf-Hals-Bereich und im Anogenitalbereich. Die Besonderheit: HPV-bedingte Erkrankungen lassen sich klar auf eine vermeidbare Ursache zurückführen – nämlich die Infektion mit Humanen Papillomviren. Gleichzeitig stehen wirksame Präventionsinstrumente bereit: die HPV-Impfung sowie bewährte Früherkennungsprogramme, mit denen Krebsvorstufen frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Wird dieses Wissen konsequent genutzt, lässt sich die Krankheitslast in Deutschland erheblich reduzieren.

Vor diesem Hintergrund kamen die Teilnehmenden des von ZERVITA und der ACCESS Consensus Group organisierten „Nationalen Strategie-Forums zur Bekämpfung HPV-bedingter Erkrankungen“ im Sommer 2025 zu einem Runden Tisch zusammen. Das Ergebnis wurde jetzt in einem gemeinsamen Positionspapier veröffentlicht und an politische Entscheidungsträger versandt. Es bündelt den breiten Konsens von Expert:innen aus Versorgung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie Betroffenen- und Patientenorganisationen.

Die fünf zentralen Empfehlungen des Papiers:

  • Strategische Steuerung: Einführung eines Impfregisters, digitaler Impfpass, jährliches Monitoring, zentrale Anlaufstelle.
  • Zugang erleichtern: Personalisierte Einladungen, mobile Vorsorgeangebote, gendergerechte Formate wie die M1-Sprechstunde.
  • Impfprogramme stärken: HPV-Aufklärung in Schulen, freiwillige Schulimpfangebote, Einbindung der HPV-Impfung in U10 und J1.
  • Kommunikation verbessern: Nationale Informationskampagne, Nationaler Aktionsplan HPV, mehrsprachige und zielgruppenorientierte Inhalte.
  • Rahmenbedingungen sichern: Verbesserte Vergütung, qualifizierte Fortbildungen, Forschungsförderung, zentrale Fachstelle.

Das Positionspapier zeigt klar: Deutschland kann HPV-bedingte Krebsarten wirksam reduzieren – jetzt braucht es entschlossenes gemeinsames Handeln von Politik, Versorgung und Zivilgesellschaft.

In stillem Gedenken an Pigmazo

Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod des Künstlers Pigmazo erfahren.
Er war nicht nur ein außergewöhnlich kreativer Mensch, sondern hat mit seinem besonderen Stil auch das ZERVITA-Logo gestaltet – ein Symbol, das für unsere Arbeit und unser gemeinsames Engagement für Aufklärung und Prävention von HPV steht.

Wir blicken mit Dankbarkeit auf die gemeinsame Zusammenarbeit und das, was daraus erwachsen ist.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahe standen.

Das Team von ZERVITA

Auftaktveranstaltung: „Wir stärken Mädchen gegen HPV“ – 60 Schülerinnen starten Kreativwettbewerb für mehr Aufklärung

Am 9. Oktober fand die Auftaktveranstaltung des Pilotprojekts „Wir stärken Mädchen gegen HPV“ statt. Über 60 Mädchen aus drei Schulen der Region Neckar-Alb und Böblingen kamen zusammen, um sich über das Thema HPV und HPV-bedingte Krebsarten zu informieren – und um den Startschuss für einen ganz besonderen Wettbewerb zu feiern.

Im Rahmen des Projekts entwickeln die Schülerinnen in Teams von bis zu fünf Mädchen in den nächsten Wochen eigene kurze Aufklärungsvideos rund um das Thema HPV. Ziel ist es, auf kreative Weise über das Humane Papillomvirus (HPV), seine Risiken und die Schutzmöglichkeiten durch die Impfung und Früherkennungsuntersuchung zu informieren – verständlich, authentisch und von Mädchen für Mädchen.

Das Projekt möchte Mädchen stärken, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und das Thema Prävention von HPV in die Öffentlichkeit zu tragen.

ZERVITA begleitet den Wettbewerb inhaltlich, der von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) organisiert und von der „Entscheiden gegen Krebs“ Initiative finanziell unterstützt wird.

Im Dezember findet dann die Preisverleihung statt: Die drei besten Videos werden ausgezeichnet – und die Finalistinnen präsentieren ihre Beiträge live in Tübingen. Dort treffen sie auf andere engagierte junge Menschen. Neben Preisgeldern warten weitere Überraschungen – Mitmachen lohnt sich!

Stellungnahme: HPV-Selbsttests bei jungen Frauen wird kritisch gesehen

Die Leitliniengruppe zur Prävention des Zervixkarzinoms bewertet den Einsatz von HPV-Selbsttests bei Frauen zwischen 20 und 34 Jahren kritisch.

In dieser Altersgruppe sind Infektionen mit Hochrisiko-HPV zwar häufig, verschwinden aber meist von selbst wieder, ohne Vorstufen von Krebs auszulösen. Ein breiter Einsatz von Selbsttests kann deshalb viele falsch-positive Ergebnisse erzeugen – mit unnötigen Folgeuntersuchungen und psychischen Belastungen.

Die Expert:innen warnen zudem, dass Tests außerhalb ärztlich begleiteter Vorsorgeprogramme zu Verunsicherung führen können. Sie empfehlen für Frauen unter 30 weiterhin die etablierten Vorsorgeuntersuchungen mit Pap-Abstrich und ärztlicher Beratung.

Für Frauen ab 30 bzw. 35 Jahren, die bisher nicht am Screening teilnehmen, können HPV-Selbsttests perspektivisch ein ergänzendes Angebot darstellen.

Im Folgenden finden Sie die komplette Stellungnahme:

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ZERVITA e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, die Bevölkerung einheitlich und qualitativ hochwertig über Gebärmutterhalskrebs und die ursächlichen Humanen Papillomviren aufzuklären. Zu diesem Zweck stellen wir für die Allgemeinheit, Ärzte und Organisationen kostenlos Flyer zur Verfügung und pflegen zielgruppenorientierte Webseiten. Zur Deckung der Kosten freuen wir uns über eine Spende – jeder Beitrag hilft, damit wir weiterhin kostenlos informieren können.

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